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Blick in die Vergangenheit

  • 12-05-2005

Ein Rückblick in die Geschichte

Die Anfänge der Besiedlung der Region Żary reichen bis in die Urgeschichte zurück. Der Name "Zara", der sich wahrscheinlich auf einen kleinen, unabhängigen slawischen Stamm bezieht, erscheint zum erstenmal im Jahre 1007 in der Thietmar - Chronik. Zu jener Zeit, unter Bolesław dem Tapferen, wurde die Region Żary und die ganze Lausitz dem polnischen Staat angeschlossen.
Die Stadt Żary wurde um 1260 nach dem Magdeburger Recht gegründet. Sie umfasste drei Zentren, und zwar die Marktsiedlung am "Salzweg" von Leipzig nach Wrocław, eine inmitten von Moorgebieten gegründete Siedlung (auf dem Gebiet einer späteren Burg) sowie eine 1274 entstandene Fraziskanersiedlung.
Da die Geschichte dieses an Schlesien und die Lausitz grenzenden Gebietes sehr bewegt war, hatte Żary seine Staatszugehörigkeit oftmals zu wechseln. So herrschten hier die Schlesischen Piasten (bis 1364), die böhmischen Könige (bis 1635), die sächsischen Kurfürsten (bis 1815) und die preußischen Behörden.
Eigentümer der Stadt waren Vertreter mächtiger Häuser wie Dewin, Biberstein und Promnitz, deren Residenzen auf dem Burghügel bis heute stehen.
Einige Jahrhunderte lang galt Żary als ein "freier Ständestaat", dessen Bürger vom Handel und Handwerk lebten. Bereits im 14. Jh. waren hier die Zünfte von Tuch - und Leinenmachern, Bierbrauern, Schustern, Färbern u.ä. tätig. Im 19. Jh. galt Żary als ein bedeutendes Industriezentrum. Im Vordergrund standen dabei die Textilwerke, in denen fast 50% aller in der Industrie beschäftigten Personen arbeiteten.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde nach Żary eine Filiale der Luftfahrtwerke Focke - Wulf versetzt. Im April 1944 führten die Alliierten einen Luftangriff auf Żary durch, infolge dessen ein Teil der alten Stadtbebauung zerstört wurde. Im Februar 1945 marschierten in die Stadt die Truppen der Roten Armee ein. Laut Beschlüssen des Potsdamer Abkommens ist die Stadt zu Polen zurückgelangt.

Künstler auf dem Hof von Żary

Georg Philipp Telemann - neben Johann Sebastian Bach der hervorragendste deutsche Komponist des 18. Jh. In den Jahren 1704 - 1709 als Kapellmeister auf dem Hofe von Erdmann II. Promnitz tätig gewesen. In Żary entstand u.a. seine Suita Polonaise.
Erdmann Neumeister - einer der führenden Schöpfer des europäischen Protestantenliedes, lebte in den Jahren 1671 - 1756. Prediger auf dem Hofe von Erdmann II. Promnitz.
Julius Giovanni Simonetti - ein bekannter italienischer Architekt, der Hauptprojektant der Promnitz - Residenz in Żary, deren Bau 1726 zu Ende gebracht wurde.

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